Feministisches Musikfestival Wien

Popkultur meets Feminismus, so könnte man wohl die Idee der Veranstalterinnen des feministischen Musikfestivals in Wien beschreiben. Und was dabei herauskommt kann sich, so Besucher und Beteiligte gleichermaßen, nicht unter feministischen Gesichtspunkten sehen lassen.  Die Idee war eine Plattform zu schaffen, auf der sich MusikerInnen, JournalistInnen, ProduzentInnen und alle Musikbegeisterten mit Lust und Leidenschaft bei Konzerten, Partys und Filmen miteinander austauschen können. Um dafür auch einen wirklich professionellen Rahmen zu schaffen, werden auch Workshops und Diskussionsforen angeboten. Neben der Freude an der Popkultur steht natürlich auch das kritische Hinterfragen, beispielsweise mit Blick auf die Arbeitswelt der Musik aus der weiblichen Perspektive auf dem Programm.  

Das den engagierten Macherinnen des Wiener Magazins „fiber“ in diesem Jahr bereits zum dritten Mal veranstaltete Festival hat sich mittlerweile zum musikalischen Großereignis für viele rund um die Musik schaffende Frauen etabliert. Das Publikum ist international geworden, das spiegelt sich in den Themen und Angeboten deutlich wieder. Unter den TeilnehmerInnen sind natürlich auch Mütter und was wäre ein feministisches Musikfestival, wenn daran nicht frauen- und kinderfreundlich gedacht werden würde? Der Bedarf an Kinderbetreuung und –beschäftigung lag den Organisatorinnen sehr am Herzen und so wurde in einem Park unter anderem eine improvisierte Streck zum Gokart Fahren, auf der sich große und kleine Kinder nach Herzenslust austoben konnten. Besonderen Spaß hatten die tretfreudigen kleinen Festivalteilnehmer an den so genannten Dinocars, der Maxiausgabe herkömmlicher Tretmodelle. Das Festival fand zwischen dem 24. und 27. September 2009 statt. Ein neuer Austragungsort für 2010 ist bisher noch nicht bekannt.